Mitteilungen


Lieber Mitglieder, wir haben uns entschlossen, wegen der Corona-Krise die GIG-Jahresversammlung auf einen noch festzulegenden Termin im Herbst zu verschieben. Der neue Termin wird hier und in den Geldgeschichtlichen Nachrichten rechtzeitig bekanntgegeben. Wir bitten Sie, dies auch befreundeten Sammlern mitzuteilen. Die Teilnehmer der GIG-Studienreise nach Lothringen werden bis spätestens Ende des Monats informiert, ob diese, was nach gegenwärtigem Stand zu erwarten ist, ebenfalls verschoben wird. Mit den besten Wünschen, vor allem für Ihre Gesundheit.

Monika Kotzek und Christian Stoess


Unsere diesjährige ordentliche Jahreshauptversammlung findet statt
am Samstag, den 18. April 2020. 10.00 Uhr
im Historischen Museum in Frankfurt am Main.


Auf der Tagesordnung stehen folgende Themen:
10:00 Uhr Begrüßung durch den Präsidenten Herrn Christian Stoess,
10:05 Uhr Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und der Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung,
10:10 Uhr Dr. Frank Berger, Frankfurt am Main: „Wie uns Luftbild und Metalldetektor zu Römerlagern und römischen Schlachtfeldern führen?“
11:00 Uhr Mario Schlapke, Weimar: "Der Erfurter Turnosenfund: ein Zeugnis der mitteleuropäischen Judenpogrome in der Mitte des 14. Jahrhunderts"
12:00 Uhr Mittagspause in der Weinstube am Römer 13:30 Uhr Besuch des Architekturmuseum
14:45 Uhr Verleihung des GIG-Ehrenpreises
                  Rückblick auf das Jahr 2019 und Vorschau
                  Bericht des Schatzmeisters zur Kassen- und Buchprüfung,
                  Bericht der Prüfer
                  Wortmeldungen, Diskussion
                  Entlastung des Vorstands
                  Wahl zweier unabhängiger Prüfer für das Geschäftsjahr 2020
15:45 Uhr Numismatisches Lichtbilderquiz
17:00 Uhr Ende der Veranstaltung Anträge auf Ergänzungen der Tagesordnung müssen bis eine Woche vor der Versammlung schriftlich beim Vorstand eingereicht werden, damit sie noch auf die Tagesordnung gesetzt werden können. Gäste sind zu den Vorträgen herzlich willkommen, der Eintritt ist kostenlos. Parkmöglichkeiten bestehen in der Tiefgarage „Dom/Römer“. Sollten Sie weitere Fragen haben, steht Ihnen die Geschäftsstelle gerne zur Verfügung. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten.

Christian Stoess, Präsident

Die GIG-Studienreise 2020 ist in der Zeit vom 07. Juni bis 13. Juni 2020 geplant. Das Ziel sind die Stadt Metz und das alte Herzogtum Lothringen. Lothringen ist ein Grenzland, dessen Herrschaft im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zwischen Deutschland und Frankreich wechselte. Der Karolinger Lothar II. teilte das Fränkische Reich im Jahre 855 mit seinen Brüdern Karl und Ludwig. Das Land zwischen Schelde, Maas, Rhein und Saone wurde das Lotharingische Reich (Lotharii regnum) genannt. Nach seinem Tode 870 teilten Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle das Reich erneut. Der Hauptteil Lothringens kam zum Ostfränkischen Reich, aus dem das Heilige Römische Reich Deutscher Nationen hervorging. Gleichwohl blieb das Herzogtum ein Zankapfel beider Mächte. Karl der Kühne von Burgund eroberte 1475 Lothringen und Nancy und verheerte das Land. Der Herzog Renatus II. floh nach Lyon, verband sich mit den Schweizern und eroberte sein Land zurück. In der Schlacht vor Nancy 1477 fiel Karl der Kühne. In Lothringen bestanden die drei Bistümer Metz, Toul und Verdun, die dem Erzbistum Trier unterstanden. 1670 eroberte Ludwig XIV. das Land und verleibte es Frankreich ein, im Frieden von Rijswijk 1697 erhielt es der Herzog Leopold unter drückenden Bedingungen zurück, so mussten auch die Befestigungen von Nancy und Bitsch geschleift werden. 1729 folgte ihm sein Sohn Franz Stephan, der als Franz I. römisch-deutscher Kaiser wurde, er heiratete die Habsburger Erzherzogin Maria Theresia. 1733 vereinnahmte Frankreich das Herzogtum erneut, im Wiener Frieden von 1735 wurde es für den König Stanislaus von Polen reserviert, der seine Regierung 1737 antrat. Nach dessen Tode 1766 fiel das Land wieder an Frankreich, doch behielten Städte und Adel Sitz und Stimme auf den deutschen Reichs- und Kreistagen. Der Frieden von Lunéville 1801 hob alle alten Verbindungen nach Deutschland auf, der Rhein wurde Frankreichs Ostgrenze. Durch das Herzogtum verlief eine Sprachgrenze, der westliche Teil sprach französisch, im östlichen Teil dominierte der moselfränkische Dialekt. Beim Wiener Kongress 1814/15 wurden die Grenzen Frankreichs auf den Stand von 1790 fixiert (Zweiter Pariser Frieden). Damit verblieb der größte Teil Lothringens bei Frankreich; Saarbrücken, Saarlouis und Landau mussten aber an Preußen bzw. Bayern abgetreten werden. Nach dem Krieg 1870/71 wurde der kleinere, deutschsprachige Teil Lothringens, mit der Stadt und Festung Metz, dem Deutschen Reich angegliedert, 1918 wurden diese Gebiete wieder an Frankreich abgetreten.

Diese Reise führt in das alte französische Festungsdreieck Metz, Toul und Verdun. Diese Städte waren früher deutsche Reichsstädte, wurden aber im Westfälischen Frieden 1648 Frankreich als Entschädigung für die Kosten des Dreißigjährigen Krieges zugesprochen. Frankreich kam damit seinem Ziel, den Rhein als östliche Reichsgrenze zu gewinnen, ein gutes Stück näher. Um den Besitz zu festigen, wurden alle drei Städte stark befestigt, der Festungsbaumeister Vauban baute im Auftrag Ludwig XIV. die Festungen nach dem Stand der Zeit fast uneinnehmbar aus. Im Krieg 1870/71 fielen bedeutende Entscheidungen auf lothringischem Boden. Nach der Niederlage bei Gravelotte zog sich Marschall Bazaine mit der französischen Rheinarmee in den Schutz der Festung Metz zurück und wurde dort eingeschlossen. Mehrere Ausbruchsversuche scheiterten, Ende Oktober musste Bazaine kapitulieren, die französische Armee mit drei Marschällen, fünfzig Generalen und 150.000 Mann gingen in Gefangenschaft. Unter deutscher Regierung wurde Metz erheblich erweitert, ein neues wilhelminisches Stadtviertel in imperialen Stil und ein großer Bahnhof entstanden, dazu auch die Festung weiter ausgebaut. Heute ist die Stadt die französische Metropole im Osten, eine Stadt des Wassers und der Gärten.

Reiseprogramm und Buchungsinformationen

Georg Sänger/ Christian Huschka

Zu Ehren von Peter Berghaus, 1974 erster Ehrenpreisträger der GIG, dessen Geburtstag sich am 20. November 2019 zum 100. Mal jährt, findet im LWL-Museums für Kunst und Kultur / Westfälischen Landesmuseums, seiner alten Wirkungsstätte, ein Gedenkkolloquium statt.

Am 20. November 2019 hätte Peter Berghaus sein 100. Lebensjahr vollendet. In seinen 93 Lebensjahren hat er Enormes geleistet, bedeutende Museumssammlungen aufgebaut und ein umfangreiches wissenschaftliches Werk hinterlassen. Seinem Vornamen alle Ehre machte er als begnadeter Menschenfischer und Freund. Er konnte Menschen unterhalten, begeistern, motivieren und in dauerhafter Freundschaft verbinden. Als überzeugter Rotarier hat er sich zudem für soziale Projekte, vor allem in Indien, eingesetzt.

Am Vorabend seines Geburtstags ist nachmittags um 16.30 Uhr ein Besuch an seinem Grab auf dem Waldfriedhof Lauheide geplant (Mitfahrgelegenheit ab 16 Uhr ab Münster Hbf). Anschließend wird in den Geburtstag hinein gefeiert in einem abendlichen Symposium mit witzigen Erinnerungen an ihn. Wir treffen uns um 18.30 Uhr im Café del Popolo, Münster, Lütke Gasse 21.
Am Mittwoch 20. November wird ein Kolloquium im Auditorium des LWL-Museums für Kunst und Kultur / Westfälischen Landesmuseums, Domplatz 10 stattfinden mit folgendem Programm:
9 Uhr Begrüßung
9.15 – 12.15 Uhr „Peter Berghaus – Person und Werk“
Dr. Michael Berghaus (Hürth): Unser Vater
Dr. Frank Berger (Frankfurt/M.): Mit PB in Indien
Dr. Eckhard Schinkel (München): Der Wahn betreugt – Erinnerungen an die Museumsarbeit mit PB 1975–1980
Getränkepause
Dr. Peter Ilisch (Münster): Das Wissenschaftskonzept von PB 1950–1977
Stefan Kötz (Münster): PB und die Sammlung des Landesmuseums
Stefan Kötz (Münster): PB, die Medaille und die Künstler(innen)
Dr. Gerd Dethlefs (Münster): PB und das graphische Porträt
13.30 – 15 Uhr Rund um die Münzfundpflege Klaus Giesen (Damme): Eine Klippe des 11. Jahrhunderts in hybrider Prägung Dr. Hendrik Mäkeler (Frankfurt/M.): PB und die optimalen Währungsräume des Spätmittelalters Dr. Lutz Ilisch (Tübingen): Der Beitrag der islamischen Numismatik zur Bestimmung dominanter Schatzfundursachen Dr. Antje Sander (Jever): PB und die Münzsammlung im Schlossmuseum Jever
Getränkepause
15.30 Uhr – 17 Uhr Zur Geschichte der Numismatik
Daniel Seelbach (Göttingen / Frankfurt a.M.) PB und die frühmittelalterliche Numismatik. Eine Würdigung im Kontext aktueller Forschungen
Uta Wallenstein (Gotha): Ein Faible für Gold-Giganten – die Zimelien Anton Günthers II. von Schwarzburg-Sondershausen zu Arnstadt und das Gothaer Münzkabinett
Dr. Thorsten Fried (Schwerin): PB und die Hansestadt Wismar
Christian Stoess (Berlin): Numismatisches von Alexander von Humboldt (1769-1859)

Es sollen jeweils Beiträge von rund 15 Minuten sein – weitere Anmeldungen zu Vorträgen sind willkommen. Nach jedem Block wird es Zeit für „Erinnerungen“ geben, wo aus dem Plenum Wortmeldungen weitere Facetten erschließen sollen. Anmeldungen an gerd.dethlefs@lwl.org und / oder stefan.koetz@lwl.org sind erbeten, für die Fahrt zum Friedhof und für das Abendessen am 19.11. notwendig.

Zwanzig Mitglieder unserer Gesellschaft trafen sich am 19. Mai 2019 in Porto, der wichtigsten Stadt im Norden Portugals, zu unserer diesjährigen Studienreise.
Lesen Sie hier den Reisebericht zu GIG-Studienreise 2019 nach Porto.

 Reisebericht

Die Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte (GIG) veranstaltete ein international besetztes Symposium 600 Jahre, nachdem in Frankfurt, am 5. August 1418, Kaiser Sigismund eine Prägeanstalt für Goldmünzen einrichten ließ.Und vom 16. bis 18. November 2018 war genau diese Frankfurter Goldprägung eines der Themen einer wissenschaftlichen Tagung in Historischen Museum Frankfurt. Unter dem Titel „Frankfurt und Hessen im monetären mittelalterlichen Transit“ wurde ausschließlich die hessische und Frankfurter Münz- und Geldgeschichte behandelt, und zwar im Rahmen der europäischen Geldwirtschaft dieser Zeit. Idee und Initiative zu diesem Symposium kamen von Roland Diry, einem langjährigen Mitglied der Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte.
Das Symposium unterlag einer selbstgewählten Einschränkung. Geographisch waren Hessen und die angrenzenden Regionen das Thema und chronologisch beschränkte sich die Tagung ausschließlich auf die mittelalterliche Münzprägung und Geldgeschichte. 25 Referenten aus sieben Ländern (Russland; Estland; Schweden; Niederlande; Österreich; Großbritannien, Deutschland) hielten einen Vortrag. Die Vorträge waren in Sektionen zusammengefasst und nach jeder Sektion blieb viel Zeit, um das Gehörte zu diskutieren. So konnten über die den Inhalt der Vorträge hinaus weitere Aspekte hinzugefügt werden.
Die Veranstalter waren die Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte in Person von Präsident Christian Stoess mit Unterstützung der Frankfurter Numismatische Gesellschaft mit Frank Berger als Vorsitzendem. Dieser ermöglichte die Durchführung im neu eröffneten Historische Museum Frankfurt mit allen räumlichen und technischen Rahmenbedingungen.
Die finanzielle Unterstützung kam an erster Stelle vom Kulturfonds Frankfurt/ RheinMain mit seinem Geschäftsführer Dr. Helmut Müller und seiner Stellvertreterin Dr. Julia Cloot. Eine weitere Zuwendung kam von Christoph Raab vom Auktionshaus Dr. Busso Peus Nachf. In nicht unerheblichem Umfang hat sich ein einzelner Münzsammler privat finanziell engagiert.
Thematisch hat sich das Symposium strikt an den Zeitraum von 500 bis 1500 gehalten, wobei die Vorträge in der zeitlichen Abfolge gehalten wurden. Es begann also am 16.11. um 13.30 Uhr mit den Münzen des 6. Jahrhunderts in Hessen und endete am 18.11. um 12.15 mit Wolfgang Dobras (Stadtarchiv Mainz) und der Münzstätte Mainz als Spiegel politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Umbrüche im 15. Jahrhundert. Es gelang allen Teilnehmers, innerhalb von 30 Minuten ihre Thematik präzise und verständlich darzulegen. Nach jeder Sektion von meist drei Vorträgen wurde immer lebhaft diskutiert. Die Publikation der Vorträge wird in den „Berliner Numismatischen Forschungen“ vorgenommen. Die Veranstalter haben vorgesehen, innerhalb eines Jahres den Band der Tagung fertig zu stellen.
Neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn diente die Tagung auch dem Kennenlernen und dem persönlichen Austausch. Dies förderten die Kaffeepausen und ein Mittagessen mit angelieferter Suppe. Frau Monika Cordero hat dieses Symposium perfekt organisiert, gemeinsam mit der Familie Diry und Monika Kotzek (GIG). Abends gab es am ersten Tag einen kleinen Empfang mit Wein und Brezeln und samstags eine gemeinsame Einkehr in die nahe gelegene „Weinstube im Römer“.

Bericht über die Vorträge des Symposiums

Mit dem von der GIG organisierten Symposium hat die Numismatik des Raumes von Mittelrhein und Hessen einen großen Schritt nach vorne gemacht. Rückblickend handelte es sich um eine Bestandsaufnahme zur hessischen Numismatik des Mittelalters. Vorausblickend wies das Symposium den Weg in künftige Themenfelder der hessischen Münzgeschichte. Andere Regionen Deutschlands, so die Meinung vieler Teilnehmer und Besucher des Symposiums, bedürften ebenfalls einmal einer solchen Bestandsaufnahme. C. Stoess, R. Diry, F. Berger






Gruppenbild, von links: Roland Diry, Kirill Tschernyschow, Hubert Emmerig, Arent Pol, Peter Ilisch, Ralf Fischer zu Cramburg, Stefan Roth, Karl Weisenstein, Simon Coupland, Stefan Kötz, Sebastian Steinbach, Christian Stoess, Frank Berger, Wolfgang Dobras, Roger Svensson, Bernd Kluge (verdeckt), Alexandra Hylla, Ulrich Klein, Ivar Leimus, Johannes Hartner, Jan Erik Becker. Es fehlen: Oleg und Anastasia Trostyanskyi; Hendrik Mäkeler; Thomas Arnold. Foto: Simon Albert


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte (GIG) unter Beteiligung der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft im Historischen Museum Frankfurt, 16.–18. November 2018 Hier finden Sie das aktuelle Programm mit Zeitangaben der einzelnen Vorträge und weiteren Details.

 Programm Symposium

Der Tagungsbetrag beträgt 30 €, für Mitglieder der GIG und der FNG 15 €.
Die Tagungsgebühr bitten wir auf das Konto der GIG, Volksbank Odenwald
IBAN: DE 04 5086 3513 0004 5414 80
BIC: GENODE51MIC
Verwendungszwecke: "Symposium" zu überweisen.
Weitere Informationen finden Sie im Jubiläumsheft 300 der Geldgeschichtlichen Nachrichten. Nähere Auskünfte, Hilfe bei Hotelbuchungen etc. erhalten Sie ab 1. August 2018 unter der E-Mail Adresse: Symposium.transit@web.de

Der Historiker, Schüler unseres Preisträgers von 2002, Prof. Dr. Bernd Kluge, lehrt an der Universität Osnabrück Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Ein Schwerpunkt seiner Lehr- und Forschungstätigkeit ist die Geld- und Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Steinbach, unser zweitjüngster Preisträger, ist nicht nur ein ausgezeichneter Wissenschaftler, sondern auch ein hervorragender Vermittler numismatischer Inhalte. Wir verbinden mit der Preisverleihung die Hoffnung, dass auch mit seiner Hilfe die Numismatik zukünftig wieder stärker von einer breiteren Öffentlichkeit, aber auch von den Nachbardisziplinen wahrgenommen wird.

Eine Mitteilung über die Preisverleihung finden Sie hier.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann eröffnete am 16. Dezember 2016 das vollständig neu gestaltete Geldmuseum der Bundesbank. Nach einer zweijährigen Umbau- und Erweiterungsphase (Kosten: Euro 19 Mio.) präsentiert sich die Ausstellung in neuem Glanz. 1.000 qm werden bespielt.
Am 23. April 2017 findet die Jahresversammlung der GIG im Geldmuseum statt, selbstverständlich mit einer ausgiebigen Führung durch das Geldmuseum.

Ab dem 17. Dezember 2016 ist die Ausstellung für das Publikum geöffnet, täglich außer Samstags von 9:00 bis 17:00, am Mittwoch sogar bis 20:00 Uhr. In einem Rundgang führt die multimediale Ausstellung durch die vier Themenbereiche "Bargeld", "Buchgeld", "Geldpolitik" und "Geld Global". In Alltagssituationen wie in einem inszenierten Supermarkt oder in einer nachgebauten Bankfiliale werden die Besucher über die Arbeit von Zentralbanken, die Bedeutung stabiler Preise oder den Zahlungsverkehr informiert. Dabei können die Besucher jedes Thema anhand der Gegenwart oder anhand der Geschichte betrachten. In diesen Ausstellungsteilen werden Münzen sparsam eingesetzt, nur wenige Schlüsselstücke werden präsentiert. Im Geldkabinett hingegen, das anhand herausragender Museumsstücke die Geschichte des Geldes von den Anfängen der Münzprägung bis in die Gegenwart erzählt, kommen auch die Münzsammler auf ihre Kosten. Mit Hilfe modernster Techniken werden die Münzen präsentiert, nicht nur zum Anschauen, sondern auch, als vergrößerte Nachbildungen, zum Begreifen im wahrsten Sinne des Wortes.

Die neue Ausstellung ist als Lern- und Erlebnisort für die breite Öffentlichkeit konzipiert. Um die abstrakten Themen der Zentralbank zu vermitteln, knüpft die Ausstellung an der Lebenswirklichkeit der Besucher an und stellt Bezüge zu ihrem konkreten Alltag her (zum Beispiel anhand einer inszenierten Bankfiliale, eines Geldautomaten, eines Supermarktes, eines Warenkorbes, einer Wechselstube). Einzelne Vitrinen und Schaukästen inszenieren Themen des Geldes für Kinder (zum Beispiel anhand des Modells eines Geldtransporters oder anhand von Geldscheinen mit Märchenmotiven). An mehr als 60 interaktiven Medienstationen (mit Quiz, Memory oder Puzzle) werden Ausstellungsinhalte spielerisch vermittelt und vertiefende Inhalte angeboten. Die GIG beglückwünscht die Deutsche Bundesbank zu dieser großartigen Ausstellung!

Lesen Sie hier die Stellungsnahme des Vorstands der Numismatischen Kommission der Länder vom 6. Oktober 2015 zum Referentenentwurf zum Gesetz der Neuregelung des Kultugutschurechts.

Stellungname

Am Freitag, dem 26. Juni um 18.00 Uhr trafen sich über 100 Mitglieder, Freunde und Gäste im Sonnemannsaal des Historischen Museums. Nach zwangloser Begegnung der Anwesenden eröffnete der Präsident die Feier und schilderte die Veränderungen der numismatischen Landschaft in den letzten fünf Jahrzehnten, die Verlagerung des Geschäfts von klassischen Münzhändlern und Tauschtreffen der Sammler zu anonymen Internetforen. Mit den veränderten Handelsgewohnheiten und der Entwicklung der wissenschaftlichen Numismatik hatte sich auch die am gleichen Tag in Frankfurt zusammengetretene Numismatische Kommission der Länder befasst. Weitere Punkte wurden diskutiert, so das Schatzregal und das beabsichtigte Gesetz über den Kulturgüterschutz, das in der vorliegenden Form weitreichende Folgen für die Sammler hätte. Der Präsident dankte den versammelten Ehrenpreisträgern unserer Gesellschaft und den Mitgliedern der Numismatischen Kommission für ihre Kritik und Anregungen. Die Glückwünsche der Deutschen Numismatischen Gesellschaft überbrachte deren Vorsitzender Kristian Nicol Worbs. Er plädierte für eine engere Zusammenarbeit beider Gesellschaften in Zeiten politischen Gegenwinds und forderte auch den Schulterschluss von Wissenschaft und den Vereinigungen der Sammler.

Der Eröffnung durch den Präsidenten folgten Vorträge und angeregte Diskussionen. Den Abschluss der 50-Jahrfeier bildeten die Verleihung des GIG-Ehrenpreises an Frau Dr. Ute Wartenberg (American Numismatic Society) durch den Präsidenten sowie das numismatische Lichtbilderquiz. Einige Teilnehmer nutzten den Sonntagmorgen für ein Angebot von Dr. Frank Berger zu einem Stadtspaziergang zum Thema "Finanzplatz Frankfurt".

Lesen Sie hier den Bericht zur 50-Jahrfeier.
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